Erzähle von deinem Unternehmenssinn mit dem „Purpose-Filmworkshop“

Wenn der Purpose, die Werte oder die Vision deiner Organisation endlich am Papier stehen, ist ein großer Schritt getan. Als nächstes stellt sich die Frage, wie du all das zu den restlichen MitarbeiterInnen und KundInnen tragen kannst. Wie wäre es mit einer kreativen Möglichkeit, zum Beispiel einem Kurzfilm?

In diesem Artikel erzähle ich, wie wir gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im „Purpose Filmworkshop“ einen Film erarbeiten,  um Purpose und Vision der Organisation sichtbar zu machen.

Was ist ein Stopptrickfilm? 

Stop-Motion oder auch Stopptrick ist eine Filmtechnik, die die Illusion von Bewegung erzeugt. Dazu werden einzelne Bilder aufgenommen und anschließend aneinander gereiht.Ein Stopptrickfilm erzählt den Purpose einer Organisation als Geschichte. Er macht damit die Vision des Unternehmens greifbar und sorgt dafür, dass sie allen gut im Gedächtnis bleibt.

Diese Technik können wir im „Purpose Filmworkshop“ zügig erlernen und umsetzen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. 

Was bewirkt der „Purpose Filmworkshop“?

Während der kreativen Auseinandersetzung vertiefen sich die MitarbeiterInnen auf unterschiedlichen Ebenen in die Werte und den Purpose. Einerseits macht das Ausarbeiten einer packenden Geschichte die Werte des Unternehmens erlebbar, andererseits hebt die Entwicklung starker Film-Bilder die Vision hervor.

Bei der internen Premiere des Films beschäftigen sich alle MitarbeiterInnen mit den entstandenen Geschichten. Somit kommen Purpose und Werte von ihrem abstrakten Sockel herunter und auf die Ebene der täglichen Arbeit. 

Bild für Bild den Purpose sichtbar machen

Wie entsteht ein Puporse-Stopptrickfilm für deine Organisation? Anhand des Projekts mit der Sattler AG möchte ich dir zeigen, wie unsere Zusammenarbeit aussehen kann: 

Gemeinsam mit 40 MitarbeiterInnen haben wir das Unternehmensleitbild bearbeitet und mit unterschiedlichen systemischen Methoden 5 Werte herauskristallisiert. Diese wurden zur Grundlage für die Stopptrickfilme.

Anschließend haben wir mithilfe diverser Kreativitätstechniken, die ich als Coach gerne verwende, eine kurze Geschichte entwickelt und an der Story gefeilt. Nachdem wir die Grundelemente eines Stopptricks ausprobiert haben, ging’s an die Umsetzung. In diesem Prozess war meine Aufgabe, das Team mit meinen Kompetenzen als Kunsthistorikerin und kreativem Kopf zu unterstützen. Durch interaktive Feedbackschleifen entstanden ästhetische Bilder und  aussagekräftige Geschichten.

Weil ein Film von der Vielfalt der benutzten Materialien lebt, haben wir Prospekte, Firmenzeitungen und Produkte der Organisation verarbeitet. Die von der Sattler AG erzeugten Industriestoffe gaben den Filmen eine besondere Note und verstärkten bei den MitarbeiterInnen die Identifikation mit dem Unternehmen

Zuletzt verlieh die Postproduction dem Film den letzten Schliff: Schnitt, Musik und Sound-Design vollendeten den Arbeitsprozess.

Den Höhepunkt bildete die Premiere, bei der wir den Stop-Motion-Film einer großen Anzahl von KollegInnen präsentierten. Neben der Vorführung stand der rege Dialog zwischen den MitarbeiterInnen im Vordergrund. Die Geschichte des Stopptrickfilms bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine bereichernde Diskussion.

Hier sind zwei der Beispiele, die von MitarbeiterInnen ausgearbeitet wurden. Dies  Filme beschäftigen sich mit den Themen „Sicherheit in der Produktion“ und „Umwelt“. 

Das Projekt haben wir in Kooperation mit Film ab…! und FilmKulturKonzept umgesetzt. 

Welche Rahmenbedingungen braucht dieses Projekt? 

Zeit 
Ein Stopptrickfilm entsteht in 2-4 Tagen, je nachdem, wie klar das Thema ist und wie tief sich die TeilnehmerInnen mit Werten und Purpose beschäftigen sollen. 

Für die Premiere nach dem Stopptrickfilm sollte 1/4 bis ein ganzer Tag eingerechnet werden. Auch hier richtet sich die Dauer danach, wie intensiv die MitarbeiterInnen am Thema arbeiten sollen.

Anzahl der TeilnehmerInnen 
Da die Stopptrick-Methode sehr flexibel ist, können 3-60 Personen teilnehmen. Um einen Kurzfilm zu erstellen, braucht es ein Team von 3-6 Mitgliedern. Darauf aufbauend können wir das Projekt gut skalieren. Wenn es beispielsweise mehrere Teams gibt, werden entweder unterschiedliche Themen bearbeitet, oder viele unterschiedliche Geschichten zum selben Thema erzählt.

Wichtig ist natürlich ausreichend Platz zum Arbeiten. Die Anzahl der WorkshopleiterInnen passen wir an die Gruppengröße an.

Bei der abschließenden Premiere darf die Anzahl der TeilnehmerInnen ebenfalls variieren: 20-500 MitarbeiterInnen können der Erstaufführung besuchen. Um alle in den Austausch zu bringen, arbeiten wir mit unterschiedlichen Großgruppenmethoden.

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